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Alt 08.03.2006, 01:58   #5
KingKreole
Erfahrener Benutzer
 
Registrierungsdatum: 12.04.2005
Beiträge: 427
AW: Salate im Winter eine Qual für den Koch

HalloTailevent,
das ist schon ein heißes Thema!
Ich versuche mal ganz langsam darauf zu antworten.
Also ich bin für Wintergemüse und setze es auf die Karte. Z.B. Wirsing, Rotkraut, Schwarzwurzeln, Karotten und mehr. Aber die meisten Gäste verlangen einfach ihren Beilagensalat als Austausch zu den Gemüsen.
Ich nehme mal das Rumpsteak von der Karte, weil es keine Qualität aufweisen konnte. Die Gäste verlangen aber einfach das Rumpsteak und sind baff, daß es mitunter bei mir lieber keines gibt! Und dann Diskussionen: Rumpsteak gibts überall! Ja ich weiß es auch, aber wenn ich nicht das richtige Stück Fleisch dafür finde, dann lass ich es eben lieber. Auch die Fische, Meeresfrüchte und.. sind nicht immer so wie ich es will. Und dann wechsel ich mein Angebot.
Für Gäste, die z.B. nur wegen dem Pangasius kommen, ist das schon sicher ein Problem, denn wenn der Pangasius nicht nach meinen Vorstellungen ist, gibt es Buntbarsch der eben gerade besser in der Qualität ausfällt.Oder....!
Ich könnte noch so viel dazu schreiben, aber das wäre des Guten zu viel.
Das sind meine Sorgen. Also der Gast ist König und was er verlangt muß eben irgendwie befriedigt werden. Und ich bin sicher, dass es Gäste gibt, die nicht wissen, was eine Gurke - Tomate - Rettich - Salatköpfe fast aller Sorten im Winter wirklich sind. Selbst in der Saison schon oft sehr belastet. Na und so weiter!
Die Lieferanten werden meiner Meinung nach auch nicht wissen, was sie tun sollen, denn sie müssen irgendwie beliefern. Heute mal gut und morgen eben nicht!
Sie kaufen ein um zu befriedigen und wir Gastronomen müssen abkaufen um die Gäste zu befriedigen.
So oder so! Ich mache meine Nerven jedenfalls immer blank um das Beste irgendwie herauszuholen!
LG. KingKreoel
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