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Alt 05.08.2005, 11:19   #1
black-brown-white
Erfahrener Benutzer
 
Registrierungsdatum: 22.06.2005
Ort: Kärnten
Beiträge: 1.196
Turrón

Hallo zusammen!
Wie versprochen mein Beitrag zur besten Kombination von Mandeln und Honig:
Turrón:
Auf Catalan auch Torrón genannt.
Wie immer gibt es Streit über die Herkunft des Turrón, so behaupten die Catalanen, dass ein Konditor namens Pablo Turrón diese Köstlichkeit Anfang des 18. Jh. Während der spanischen Erbfolgekriege erfand, als Barcelona belagert wurde und nichts anderes zur Verfügung stand als Honig, Mandeln und etwas Eiweiß.Wie ich anfangs schon erwähnte, heißt auf Catalan Turrón Torrón und somit ist es wohl eher so, dass Araber und Juden diese Köstlichkeit als Halva aus dem nahen Osten mitbrachten und schon vorher nahe Alicante, nämlich Jijona herstellten. Jijona spricht man folgender Massen aus:chichona.
Turrón verbreitete sich aufgrund der vielen Handelsreisenden schon im 16 Jh., ein weiterer Beweis, in ganz Spanien. Er war eine Kostbarkeit, die bei Hofe und als Gastgeschenk für hohe Würdenträger einen legendären Ruf verbreitete.
Bis heute ist Jijona das Zentrum des Turróns.
Ich unterschiede nun die beiden wesentlichen Arten:
1. Turrón de Jijona(turrón blando), also weicher Turrón
2. Turrón de Alicante(turrón duro), also harter Turrón
Zu diesen beiden Grundsorten, gesellten sich im Laufe der Jahre Turrones mit Haselnüssen, Pinienkernen, kandierten Früchten, Schokolade und Guirlache( Mandelbrot aus karamellisiertem Zucker und ungerösteten Mandeln) hinzu.
Aber wie immer zählt das Original, also die ersten beiden Sorten.
Wie stellt man sie her:
Turrón de Alicante, also harter Turrón:
Geschälte Mandeln werden geröstet und leicht zerkleinert. Man mischt sie mit Honig und kocht den Brei lange ein. Immer umrühren. Zum Schluss kommt etwas Eiweiß hinzu und deckt beim Abkühlen beide Seiten mit Oblaten zu.
Turrón de Jijona, also weicher Turrón:
Aus der gleichen Masse wie beim harten Turrón, die gerade abkühlt, aber in diesem Falle keine Oblaten braucht, wird im abgekühltem Zustand Mandelöl beigefügt, die gesamte Paste zermahlen und erneut erhitzt. Danach stundenlang erhitzt bis es eine weiche Masse ist, die aufgeschlagen wird und ebenfalls mit Eiweiß gebunden wird.
Danach kühlt man auch diese ab und verpackt sie gut, weil diese das Mandelöl immer wieder abgibt. Selber machen ist schwierig, weil die meisten weder die Geduld haben, noch die Instrumente, noch die richtigen Mandeln, die es hier kaum gibt.
Echte Turrón werden mit Marconamandel oder Valenciana hergestellt und kommen aus Jijona. Manche Hersteller machen sich nicht einmal die Mühe die Mandeln vorher zu schälen.
Ich jedenfalls werde ab Herbst die Institution unter den Turrónherstellern anbieten können.
Geschält, mit Marconamandeln und Valenciana, keine Konservierungsstoffe und unvergleichlich ausgewogen. Aus Jijona natürlich.
Eigentlich waren sie mal für Weihnachten gedacht, doch speziell der harte Turrón eignet sich hervorragend als Sommergebäck.
Ich liebe es!
black-brown-white ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2010, 11:37   #2
black-brown-white
Erfahrener Benutzer
 
Registrierungsdatum: 22.06.2005
Ort: Kärnten
Beiträge: 1.196
AW: Turrón

gutmenschen brachten mir einen 1880 turrón de alicante, also den harten turrón mit und das ist der beste turrón der welt! eine menge marconamandeln, wenig honig, echtes eiklar und die beiden oblaten.
leider hab ich diesen noch nie in österreich, noch in deutschland gesehen. ich hatte ihn kurz im programm, aber er hatte sich damals nicht durchgesetzt.
natürlich ist 1880 aus jijiona und 1880 ist dort der begriff schlecht hin mit eigenem museum. war schon lang nicht mehr dort, aber der turrón ist immer noch der weltbeste!!!!
übrigens ist der turrón auch noch geschützt und wer harte zähne hat, der braucht sowas!
ich liebe ihn!!!!

bbw
black-brown-white ist offline  
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