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Alt 12.05.2009, 13:37   #1
knorhan
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Registrierungsdatum: 02.11.2007
Beiträge: 939
Ausrufezeichen Richtige Schlachtung

Richtiges Schlachten ist bei Fischen besonders wichtig in Hinsicht des Ausblutens.
Wären bei Forellen und ähnliche Rundfische das ausbluten durch einen schnitt im unteren Bereich des Kiemen passiert ist es mit den Plattfischen, wie Scholle Steinbutt und Seezunge anders.
Sie bekommen an unteren ende ihrer Schwanzflosse, auf der hellen Seite einen schnitt, mittig. Da befindet sich die Hauptschlagader. Somit kann der Fisch gänzlich ausbluten. Ein nicht richtig ausgebluteter Fisch schmeckt Modderig, Widerlich. Vielleicht habt ihr es schon einmal erlebt, und konntet euch den ungewöhnlichen Beigeschmack nicht erklären.
Passiert auch bei Netzfischerei sowie Stellnetzfischerei. Letzteres ist deutlich Qualitativ besser, aber nur wenn die Stellnetzte in Regelmäßigen und kurzen abständen gelehrt werden.
Bei der Netzfischerei ist es, wie in einem anderen Beitrag schon erwähnt, die lange Schleppzeit und der enorme druck auf die Fische, von mehreren Tonnen, die sie in den Netzen sterben lassen und dann später eben nicht ausbluten können. Wenn ihr mal wieder einen vor Brest mit der Angel gefangenen Steinbutt kauft achtet mal auf den Einstich am Schwanzende.

Änlich auch bei der Schächtung.

Das Schächten soll ein äußerst humanes, das Leid des Tieres gering haltendes Verfahren sein. Das halachisch korrekte Schächten besteht aus einem Halsschnitt, der bei Säugetieren durch Luftröhre und Speiseröhre, bei Vögeln durch eine von beiden gehen muss. Der Schnitt muss durch Hin- und Herfahren ohne die geringste Unterbrechung mit einem scharfen, glatten und schartenfreien Messer ausgeführt werden. Verboten ist

die kleinste Pause bei der Durchführung des Schnitts (hebr. Schehija).
das Drücken des aufliegenden Messers in den Hals (hebr. Derassa).
das Stechen des Messers in den Hals (hebr. Chalada).
das Ausführen des Schnitts außerhalb der für Schechita bestimmten Grenzen am Hals (hebr. Hagrama).
das Losreißen der Halsgefäße durch den Schnitt (hebr. Ikur).[4]

Schächtung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, vermutlich in NürnbergDer Schlachter (hebr. Schochet) selbst muss eine Ausbildung abgeschlossen haben, die sowohl „praktische“ als auch „geistige“ Aspekte seiner Arbeit umfasst. Das Schlachtmesser muss scharf wie eine gute Rasierklinge sein und darf keinerlei Scharten o. ä. aufweisen. Mir zu Wissenschftlich. Muss eben Sterben damit wir Essen können, war schon immer so. Wenn Human dann gut.


Gruß Knorhan.
knorhan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2009, 10:44   #2
black-brown-white
Erfahrener Benutzer
 
Registrierungsdatum: 22.06.2005
Ort: Kärnten
Beiträge: 1.196
AW: Richtige Schlachtung

hallo knorhan, um eine frage anzuschliessen wurde diese als human geltende methode auch einmal wissenschaftlich untersucht? werden dabei tatsächlch weniger stresshormone ausgeschuettet?
hat man das schon einmal gemessen?
wuere mich sehr interessieren. in we feed the world hatte man gezeigt dass huehner begast werden, damits ie betaeubt sind und so problemlos und stressfrei geschlachtet werden koennen.
wie schlachtet man industriell sonst, bei grosstieren, ...
ich geb zu ich drueck mich sehr gerne um dieses thema, mich bringt auch niemand mehr in einen schlachthof!
essen aber gerne fleisch. habs genau aus den gründen aber schon mal versucht zu lassen, aber habs einfach nicht geschafft.
da sind die verlockungen offenbar zu gross und vielleicht ist es auch nur eine ausrede, ich zitterte wie espenlaub als ich ein paar monate auf fleisch verzichtete. gut das war in einer höhe von fast 3000 metern, der hauptsatdt ecuadors, aber trotzdem, scheint nix für mich zu sein.
daher ist mir an der möglichst schmerzfreien schlachtung sehr gelegen.
als ich noch in oberösterreich lebte, kannte ich meinen schlachter von kindesbeinen an und ihm vertraute ich völlig. er ist nicht der typ, der daran gefallen findet tiere zu quaelen. man hoert ja so manches.
den vorteil hab ich schon lang nicht mehr, aber wenn ich um eine wirklich schmerzarme methode wuesste, ich wuerde nachfragen und kaufen, wo es diese auch gibt. beim fisch hatte ich den schnitt des öfteren gesehen und kenne den unterschied im geschmack. für heut mittag hatte ich einen fisch bestellt, eine rotbarbe,leider kommt sie erst morgen. da bin ich aber nicht da und so verzichte ich den grossteil der zeit auf fisch. dabei liebe ich fisch und es nervt mich, bei interspar diese filets zu erwerben. wie kann ich anand derer feststellen, ob der fisch nun frisch ist, oder nicht. ich hab auch von ein paar tricks gehoert, die manche so anwenden, damit er frisch aussieht. ich mag das nicht.
dabei hatte ich mich so auf die rotbarben gefreut!
nervig, wenn man 3 stunden vom meer entfernt wohnt und trotzdem am ausgestreckten arm verdurstet!
entschuldigt meine entgleisung, aber das ist genau jetzt passiert.
liebe gruesse:

bbw
black-brown-white ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2009, 11:35   #3
knorhan
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Registrierungsdatum: 02.11.2007
Beiträge: 939
AW: Richtige Schlachtung

also meine persönliche meinung ist, das gänzlich auf stresshormone egal welcher art von schlachtung, man nicht drumherrum kommt, besonder bei der Schächtung halte ich das für ein gern gestreutes gerücht.
Ich wies das bei Fischen wissenschaftliche untersuchungen ergeben haben das das tier deutlich mehr verspührt als man ursprünglich annahm. Es hält sich auch das gerücht das man bei den Helgoländer Knieper (Krebs) nur eine schere abschlägt und das tier wieder ins wasser schmeist dann soll die schere nachwachsen und die eine braucht er zur verteidigung. Naja ich sage euch Touristen müll. bekomme immer rechte und lichke scheren geliefert. Nach den geltenden gesetzten haben die Stellnetzfischer einen Holzdorn an ihren Dollbort und der Krebs wird mit dem körper daraugeschlagen um dann der scheren genommen zu werden. Der Körper wird häufig als köder für die Stellnetzfischerei benutzt. Das beziet sich auf Helgoländer Fischer. woanders werden die ganzen Krebse Lebend auf dem Markt gebracht.
Rotbarbe, toller fisch bekomme ich manchmal als beifang. Die regel bei jeden fisch(giebt keine triks) klare augen, null geruch schön schleimig, strammer körper, hellrote kiemen und keine roten bäckchen bei hellen fischen. Kommt vom falschen und zu vielen eis. Alle diese faktoren ergeben zusammen einen tollen fischteller. Bei filet (man kommt ja doch nicht immer drumherum) sollte nicht schlapp sein und natürlich kein geruch ausser Meerwasser.
Gruß knorhan

Geändert von knorhan (13.05.2009 um 11:40 Uhr).
knorhan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.05.2009, 17:50   #4
black-brown-white
Erfahrener Benutzer
 
Registrierungsdatum: 22.06.2005
Ort: Kärnten
Beiträge: 1.196
AW: Richtige Schlachtung

hallo knorhan, danke für deine ausführungen. kann mir vorstellen, dass die fische mehr mitbekommen. wirst wohl recht haben mit dem stress für die tiere.
vorallem bei massenschlachtung. da kann nicht alle einschläfern und dann töten... vielleicht sollte ich mich mal von der etwas romatischen vorstellung trennen und der realität ins auge schauen.
bewusst kaufen inenrhalb der möglichkeiten, die ich habe.
das ist wohl das einzige was ich beitragen kann, wenn ich schon unbedint fleisch und fisch haben will!
dein tipp bezüglich filet hilft mir auch weiter:

bbw
black-brown-white ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.05.2009, 19:18   #5
Taillevent
Erfahrener Benutzer
 
Registrierungsdatum: 29.08.2005
Beiträge: 791
AW: Richtige Schlachtung

Hallo,
hier zeigt sich die Qualität dieses Forums. Selbst über so schwierige Themen wie dieses kann man sich ruhig und sachlich unterhalten.
Kürzlich habe ich einen Bericht gelesen, dass Fische auf Schmerzreize reagieren, eine schottische Uni hat eine Studie gemacht. Wie sie den Schmerz empfinden, darüber kann nur spekuliert werden, sie haben doch ein deutlich einfacheres Gehirn und kein Wissenschaftler kann sich in die Haut eines Fisches reinversetzen.
Ein TV-Bericht über einen Fischkutter, bei dem gezeigt wurde, wie die Fische an Bord gezogen werden und dort jämmerlich ersticken, hat mich wirklich etwas geschockt. Aber so ist das Leben, die Natur ist nun einmal grausam, glücklicherweise stehen wir (meistens) am Ende der Nahrungskette.
Kulinarische Grüße
Taillevent
Taillevent ist offline  
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