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the drink tank. Mario Scheuermanns persönliches Tagebuch und journalistisches Arbeitsjournal mit Gedanken und Flaniernotizen aus der realen und der virtuellen Welt.

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Gastronews - Drink Tank-Blog

Einträge von the drink tank - Zuletzt aktualisiert um 00:08 Uhr

  • 01.09.2010 - Klimawandel trifft Spanien EU-weit am schlimmsten
    Spanien spürt den Klimawandel schon heute stärker als das restliche Europa. Das berichten Klimatologen der Universität Salamanca im "Journal Climatic Change". Die Forscher beziehen sich nicht auf den extremen spanischen Hitzesommer dieses Jahres, sondern auf Daten seit 1950. "Im südwestlichen Mittelmeerraum gab es seither die grössten Temperaturveränderungen Europas, was jeweils die Tages- und Nachttemperatur betrifft", so die Studienleiterin Concepcion Rodriguez Puebla.

    Die meisten Untersuchungen zum Klimawandel beruhen bisher auf der Durchschnittstemperatur, kaum jedoch auf Maximal- und Minimalwerten oder auf der jeweiligen Tag- und Nachttemperatur. Das holten die spanischen Forscher nun nach. "Pro Jahrzehnt gibt es in Spanien durchschnittlich drei heisse Tage mehr pro Jahr, mit steigender Tendenz. Das klingt nicht viel, fällt auf Dauer jedoch ins Gewicht. Im Südwesten und Nordosten des Landes ist der Trend besonders stark", so Rodriguez Puebla: Betroffen davon ist zum einen die Bevölkerung deren Gesundheits-Risiken steigen aber auch der gesamte Agrarsektor. Da vor allem die nächtliche Abkühlung immer seltener wird, ist auch die Weinwirtschaft davon betroffen. Mittelfristig wird dies den Charakter der Weine in einigen Regionen nachhaltig verändern.

    Als Erklärung für die immer wärmeren Nächte vermutet die Forscherin Veränderungen der Ozeantemperatur. Auch die nötigen Winde seien wesentlich von der Ozeanzirkulation abhängig. "Inwiefern diese sich verändert haben, haben wir bisher noch nicht berücksichtigt", so die spanische Expertin. Um die mögliche Mitschuld des Menschen zu zeigen, brauche man zudem weiter zurückreichende Daten.

    In Modellen zeigten die Forscher, woher die zusätzliche Hitze kommt. Entscheidend ist das Wechselspiel zwischen Atmosphäre und Meer. "Zusätzliche warme Tage gehen vor allem darauf zurück, dass Luftmassen aus Nordamerika über Gibraltar auf die Iberische Halbinsel gelangen. Über den Grad der Abkühlung in der Nacht entscheidet die Oberflächentemperatur im Nordatlantik. Auch Tiefs im Golf von Genua können kalte und trockene Luft von Zentraleuropa nach Spanien bringen."

    Ähnliche Entwicklungen der Hitzetage in Europa haben kürzlich auch Schweizer Forscher gezeigt. Hitzewellen sind in Zukunft jährlich und öfter statt bisher nur einmal pro Jahr, zudem bestätigte sich ebenfalls ein stärkerer Wandel in Südeuropa, besonders dort wo hohe Luftfeuchten zu verzeichnen sind. Auch die Hitzewelle in Deutschland Anfang Juli war aussergewöhnlich, haben die deutschsprachigen Wetterdienste soeben mitgeteilt.

    Quelle: pressetext.com und eigene Recherche
    Lesen Sie weiter...
  • 30.08.2010 - Regionalsieger Rheingau: Berg Schlossberg 2007
    Der Assmannshäuser Winzer August Kesseler hat die regionale Vorentscheidung des Rheingaus für den Deutschen Spätburgunderpreis gegen eine extrem starke Konkurrenz für sich entschieden und wird nach seinem Doppelsieg mit zwei Weinen im Finale des Wettbewerbs stehen. Genau wie das hessische Staatsweingut Assmannhausen dessen beste Weine auf den Plätzen vier und fünf landeten. Auch der drittplazierte Wein kommt ins Finale. Angesichts der hohen Bewertungen ist es aber durchaus möglich dass der Rheingau mal wieder überproportional viele Finalisten stellen wird.



    Die beiden Kessler Weine waren mit viel Vorschusslorbeeren ins Rennen gegangen. Letztendlich setzte sich der Schlossbeg gegen den Höllenberg durch. Ganze 783 Flaschen wurden von diesem Spitzenwein im Jahr 2007 gefüllt. Die fast 25 Jahre alten Reben von denen die Trauben dafür stammen, stehen in den steilen Hängen hoch über dem Rheinknie bei Rüdesheim auf Taunusquarzit, Schiefer und sandigem Lehm Der Ertrag lag bei 29 hl/ha.


    Der Wein zeigte bei der verdeckten Verkostung ein dunkles Rubinrot und in der Nase eine beeindruckende Konzentration mit Röstaromen, Kräutern dazu Kirschduft und Cassis, leicht rauchige Mineralität. Am Gaumen eine wunderbare Süsse mit satter, reifer Kirschfrucht, fleischig, kompakt und fest, stark mineralisch geprägt. Das alles ummiert sich zu der Tiefe, Kraft und Struktur eines grossen Burgunders.

    August Kessler gehört zu den erfolgreichsten Teilnehmern in der Geschichte des Wettbewerbs. Im Jahr 1988 hatte er den Preis für den besten Spätburgunder zum ersten Mal gewonnen, genau wie im Jahr 2004, als sein Berg Schlossberg des Jahrgangs 2002 die Siegeskrone trug, Im Jahr 2005 belegte er im Finale Platz zwei und 2006 siegte er im Rheingau und belegte national Platz 5.

    Er ist einer der ganz wenigen deutschen Winzer, die es geschafft haben, durch kontinuierliche Leistung auf höchstem Niveau eine Art Kultstatus erreicht zu haben, der sich auch im Preis niederschlägt. Mit 75 Euro ist der Schlossberg einer der teuersten deutschen Rotweine. Damit ist dieser Wein fast schon in der Icon-Klasse der gefragtesten Rotweine der Welt angekommen. Längst hat sich seine Qualität bis in die USA herumgesprochen, wo sein 2002er Höllenberg für 50 Dollar glasweise in Morrells Winebar im Rockefeller Center in NYC ausgeschenkt wurde, nachdem der US-Weinguru Robert Parker ihn mit der Note 94 als " outstanding " geadelt hatte.

    Die weiteren Bestplatzierten der Regionalentscheidung Rheingau

    Platz 2

    2007 Assmanshausen Höllenberg Spätburgunder
    Weingut August Kesseler, Rüdesheim-Assmannshausen

    Platz 3
    2007 Spätburgunder Alexander Johannes R
    Weingut Jakob Jung, Erbach


    Platz 4

    2007 Pinot Noir "aus dem Cabinettkeller"
    Domaine Assmannshausen, Rüdesheim-Assmannshausen

    Platz 5
    2007 Assmannshausen Höllenberg Spätburgunder Auslese trocken Goldkapsel "Mauerwein"
    Domäne Assmannshausen, Rüdesheim-Assmanshausen Weiter...
  • 25.08.2010 - D-Day der Weinzeitschriften
    Der 15. September 2010 verspricht ein spannender Tag für die deutsche Weinszene zu werden. Dann erscheint bundesweit die mit Spannung erwartete erste deutsche Ausgabe des österreichischen Magazins Falstaff mit einer Auflage von 55.000 Exemplaren. Gleichzeitig werden auch die September-Hefte der beiden wichtigen Mitbewerber Feinschmecker und Weinwelt am Kiosk liegen.

    Eine grosse Werbekampagne zum D-Day im September werde es nicht geben, so Herausgeber Hans Mahr im Gespräch mit dem Drink Tank. „Es wird ein Soft-Start sein. Wichtige Restaurants und Weinhändler werden Probeexemplare bekommen, das Blatt wird in Business-Lounches der Lufthansa ausliegen und der Hamburger Springer-Vertrieb wird bundesweit die Kioske beliefern.“ Erst mit Erscheinen des Heftes 1/2011, so Verleger Wolfgang Rosam, werde man eine breite Abo-Kampagne starten. Gesteuert wird diese Offensive aus einer angemieteten Büroetage in Düsseldorf Oberkassel. Dort sitzt Geschäftsführerin der deutschen Falstaff-Tochter Ursula Haslauer, zuletzt für das Handelsblatt im Anzeigenmarketing tätig.

    Interessant ist ein Blick auf die Themenpläne der Magazine. Die „Weinwelt“ gibt sich im September ganz weltläufiug mit Berichten aus Portugal, Ungarn, Frankreich und einem internationalen Pinot-Noir-Vergleich. Der „Feinschmecker“ wirbt mit Themen wie „Mohn aus dem Waldviertel“, „Schweizer Urkäse Sbinz“ und „Spitzenköche kochen für 10-20 Euro“. Der Falstaff geht dagegen mit einer Geschichte über den Trüffelkrieg zwischen Italien und Frankreich an den Start, berichtet über die Karriere eines deutschen Kochs auf Bali und beschäftigt sich mit München und seinem Oktoberfest.

    In Sachen Wein stellen die Hamburger 10 Herbstweine vor und berichten über eine Weinrese ins Roussillion, während Falstaff als erster Printtitel die kompletten Verkostungsnotizen der Grossen Gewächse des VDP ankündigt als Teil des Schwerpunkt Themas Deutscher Riesling, dem ca. 20 Seiten gewidmet sind.

    Im Gespräch mit dem Drink Tank verriet Hans Mahr einiges über die Autoren mit denen er antreten wird. So bekommt u.a. der Gastronomiekritiker Heinz Horrmann eine Kolumne Der frühere Chefredakteur des eingestellten Gault-Millau-Magazins Michael Tempel wird für das Blatte schreiben ebenso wie auch der ehemalige Feinschmecker-Chefredakteur Horst-Dieter Ebert - eine besonders pikante Personalie.

    Im Bereich Wein werden bestehende internationale Kolumnen von Jancis Robinson (GB), Otmar Kiem (Italien), Steve Brooks (GB) und Rene Gabriel (Schweiz) übernommen. Als weitere deutschsprachige Autoren werden u.a. Stephan Reinhardt und André Dominé in dem Blatt schreiben. Um das Heft auch sprachlich für den deutschen Markt tauglich zu machen wurde als Chef vom Dienst und Textchef Stefan Wimmer in Frankfurt angeheuert.

    Im Gespräch mit dem Drink Tank liess Verleger Rosam keinen Zweifel daran, dass er den Falstaff langfristig nicht nur als das führende deutschsprachige Wein- und Genussmagazin etablieren will sondern es auch europäisch aufstellen will.. Bereits im Herbst nächsten Jahres plane er den Markteintritt in der Schweiz. Langfristig kann er sich auch Lizenzausgaben in Polen und Tschechien oder auch Italien vorstellen. Mit Russland gäbe es bereits in konkrete Gesprächen. Dort ist auch der Falstaff Weinguide inzwischen in einer Übersetzung bereits zum fünften Mal erschienen. Mehr...
  • 23.08.2010 - Regionalsieger Mosel: Klostergarten *** 2007
    Mit einem Doppelsieg für Markus Molitor aus Bernkastel-Wehlen ging die regionale Vorentscheidung Mosel für den Deutschen Spätburgunderpreis zu Ende. Mit den beiden Drei-Sterne-Weinen des Jahrgangs 2007 aus den Lagen Klostergarten in Brauneberg und Himmelreich in Graach belegte er die beiden ersten Plätze vor dem Spätburgunder No. 1 des Weingutes Lehnert Veit in Piesport auf Platz drei

    Molitor ist einer der Pioniere des modernen Rotweinanbaus an der Mosel. Bereits vor über 20 Jahren begann er Spätburgunder in den besten Lagen von Graach, Brauneberg und Traben-Trarbach anzupflanzen. Heute hat er ca. drei Hektar im Ertrag und will diese Fläche mittelfristig auf ca. fünf Hektar erweitern. Neben seinen streng limitierten Spitzengewächsen aus den Lagen Himmelreich und Klostergarten produziert er inzwischen auch einen Basis-Pinot noir mit einer Jahresproduktion von über 12.000 Flaschen überwiegend aus eigenem Lesegut aber auch aus Trauben, die er von Vertragswinzern zukauft, denen er deutlich mehr pro Liter zahlt als die üblichen 80 Euro-Cent.

    Während die Lage Himmelreich eine Mischung aus deutschem und französischem Pflanzmaterial enthält, besteht die anlage im Brauneberger Klostergarten zu 100 Prozent aus kleinbeerigen burgundischen Selektionen, die er sich von ausgesuchten alten Weinstöcken in Chambertin und Chambolle-Musigny besorgt hat. Diese jüngeren burgundischen Reben liefern auf dem tiefgründigeren Boden einen etwas üppigeren Wein mit einer stärkeren Betonung der Frucht und einer etwas weniger präsenten Mineralität als bei den älteren Reben aus dem steinigeren Boden des Himmelreichs.

    Im Keller ist Molitor ein Traditionalist. Die Trauben für die beiden Weine wurden entrappt und der Most mit sechswöchiger Maischestandzeit spontan vergoren, wobei der Maischehut nur mit der Hand vorsichtig untergetaucht wurde. Abgepresst wurde der junge Wein mit sanftem Druck einer Korbpresse. Nach einem 17monatigen Ausbau in neuen französischen Eichen-Barriques wurde er dann ohne Schönung unfiltriert gefüllt. Heraus kam ein Wein mit einer sehr dunklen, tiefen rubinvioletten Farbe. In der Nase zunächst sehr verhalten, öffnete sich nur zögernd, zeigte dann das Aroma von dunklen Beeren mit schwarzen Cassisnoten sowie eine feine, rauchige Würze, Am Gaumen saftig, aber gebändigt durch eine makellose Tanninstruktur. Vornehme Eleganz mit einer kühlen Aromatik. Ein Wein mit viel Zukunft . Ganze 1.400 Flaschen gibt es davon, die jetzt im September 2010, drei Jahre nach der Ernte erst auf den Markt kommen. Soviel Sorgfalt und Qualität haben natürlich ihren Preis. 75 Euro kostet einen Flasche und diese werden auch nur limitiert abgegeben.

    Die weiteren Bestplatzierten der Regionalentscheidung Mosel

    Platz 2

    2007 Graach Himmelreich Spätburgunder ***
    Weingut Markus Molitor, Brenkastel-Wehlen

    Platz 3

    2007 Spätburgunder No. 1
    Weingut Lehnert Veit, Piesport


    Platz 4
    2007 Graach Himmelreich Sp#ätburgunder Auslesew trocken
    Weingut Günther Steinmetz, Brauneberg


    Platz 5

    2007 Spätburgunder No. 1
    Weingut Später-Veit, Piesport.

    2007 Spätburgunder Reserve
    Weingut Lehnert Veit, Piesport Hier finden Sie mehr...
  • 17.08.2010 - Regionalsieger Franken: Casteller Schlossberg 2008
    Der erste Regionalsieger des Wettbewerbs um den Deutschen Spätburgunderpreis 2010 kommt aus Franken und zwar vom Fürstlich Castell´schen Domänenamt Es handelt sich um den Schlossberg Spätburgunder des Jahrgangs 2008. Ein alkoholmächtiger Wein mit einer kompakten Tanninstruktur, vitaler Säure und Süsse sowie einer dicht verwobenen samtigen Textur. Ein typischer Vertreter Frankens, geprägt vom deutlich kontinentaleren Klima und dem Keuperboden



    Der nach Süden geneigte, fünf Hektar umfassende Hang des Casteller Schlossbergs ist in drei übereinanderliegende Parzellen aufgeteilt, die man auf dem Weingut hausintern „Schilde“ nennt. Die Reben des Siegerweins stammen aus einer 30 ar grossen Parzelle des mittleren Hangs, auch „zweites Schild“ genannt. Die Reben wachsen hier auf einem Gipskeuper, der von Adern weißen Alabasters durchzogen ist. Dieser von Bildhauern begehrte, weiche Bruder des Marmors wurde früher in einem nahe gelegenen Steinbruch abgebaut. Unter Anderem wurde daraus der barocke Altar der Casteller Schlosskirche gefertigt. Der Wein wurde en am 13. Oktober 2008 mit 95 ° Oechsle gelesen. Der Ertrag lag bei 30 hl/ha. Die Reben wurden vor 4 Jahren auf 16 Jahre alte Rieslaner-Unterlagen gepfropft. Nach zweiwöchiger Maischegärung wurde der Wein für 18 Monate in neuen und gebrauchten Barriques aus französischem Eichenholz ausgebaut und kommt erst jetzt im September 2010 auf den Markt, ganze 450 Flaschen zum Preis von 33 Euro.


    Das Fürstlich Castellsche Domänenamt gehört mit 65 Hektar zu den großen deutschen Adelsgütern und zu den ältesten deutschen Weinerzeugern überhaupt. Das Gut befindet sich seit dem 11. Jahrhundert im Besitz der Familie. Die beiden Lagen Schlossberg und Hohenart sind seit 1258 dokumentiert. Hier wurde 1659 nachweislich der erste Silvaner in Franken angepflanzt. In den Archiven der Kanzlei fanden sich Dokumente, die den Rotweinanbau bereits für das 16. Jahrhundert belegen. In einer Kellerbestandliste vom 9. November 1566 werden neben "3 1/2 Eimer 12 Maß Trawiner und 3 Eimer Muscatell" auch "3 Eimer rot wein" aufgelistet. Das entspricht nach heutigem Maß ca. 240 Litern, also etwas mehr als dem Volumen eines Barriques.

    Auch wenn die Region um Castell - wie weite Teile Frankens - meist als Weißweinregion gesehen wird, genossen die Casteller Rotweine früher bereits einen geradezu legendären Ruf, und zwar als Medizin. So wurden beispielsweise 1875 vom Bezirksamt in Schweinfurt "ein bayrischer Eimer 74er Rother, viermal abgelassen" gekauft, der ausdrücklich zur Behandlung von Thyphuspatienten bestimmt war. Schon ein mittelalterliches Sprichwort besagte "Frankenwein - Krankenwein".


    Die weiteren Bestplatzierten der Regionalentscheidung Franken

    Platz 2
    2008 Lignum
    Weingut Giegerich, Grosswalstadt

    Platz 3
    2007 Spätburgunder
    Weingut Josef Walter, Bürgstadt

    Platz 4
    2007 Lignum
    Weingut Giegerich, Grosswalstadt

    Platz 5
    2007 Spätburgunder „Recis“
    Weingut Rudolf May, Retzstadt Hier finden Sie mehr...
  • 16.08.2010 - Auftakt zum Spätburgunderpreis 2010
    Am Wochenende haben wir in Hamburg mit den regionalen Vorverkostungen für den Deutschen Spätburgunderpreis 2010 begonnen. Insgesamt wurden für den Wettbewerb 260 Weine der Jahrgänge 2007 und 2008 von 149 Betrieben aus allen Anbaugebieten mit Ausnahme des Mittelrheins angemeldet. Der nördlichste Wein kommt aus dem Harz-Vorland vom Harzer Weingut Kirmann in Westerhausen und die südlichsten vom Bodensee (Aufricht) und vom Hochrhein (Engelhof).

    Wir führen diesen Wettbewerb in diesem Jahr zum ersten Mal in enger Kooperation mit dem Wein- und Genuss-Magazin Falstaff durch, das im September mit einer eigenen deutschen Ausgabe auf den Markt kommen wird. In Heft 2/2010, das im November erscheint, gibt es ein redaktionelles Schwerpunkt-Thema Deutsche Rotweine. Darin eingebunden ist auch das Ergebnis dieses Wettbewerbs.

    Zunächst finden zehn Vorverkostungen in Hamburg im Saal des Ristorantes San Michele statt über deren Ergebnisse der Drink Tank und die Online-Redaktion des Falstaffs jeweils wöchentlich berichten werden. Morgen Vormittag erscheinen die ersten Beiträge.

    Im Posterous Weblog des Ristorantes San Michele wird es ausserdem wöchentlich jeweils eine kulinarische Kreation von Franco Bianca für einen der Regionalsieger geben.

    Im Oktober findet dann bei Gerhard Retter in der Fischerklause am Lütjensee mit einer erweiterten Jury das Finale der TOP 50 statt, d.h. die gesetzten zehn Regionalsieger treten dann gegen die 40 am höchsten bepunkteten Weine des Wettbewerbs an.
    Mehr hierzu...
  • 13.08.2010 - Rheingauer Winzer gewinnt Sauvignon blanc Trophy
    Mit dem Weingut Fred Prinz aus Hallgarten hat erstmals ein Betrieb auf der deutschen Riesling-Hochburg Rheingau die Sauvignon blanc Trophy 2010 gewonnen. Ein Zeichen dafür, dass auch diese Sorte, die zunächst in Baden und Württemberg heimisch wurde, dann vehement in die Pfalz und nach Rheinhessen drängte, immer weiter nach Norden wandert und dort Standorte findet, die sie zu so grossartigen Leistungen befähigt wie diesen prachtvollen Siegerwein. Er ging mit der niedrigsten Vornote in die Konkurrenz, hat alle anderen überholt und dann letztendlich knapp gewonnen.



    Sauvignon blanc Trophy 2010: die Top 5 des Wettbewerbs.

    Auf Platz zwei landete mit dem Aloisiushof aus dem pfälzischen St. Martin einer der jungen Aufsteiger des vergangenen Jahres, einer jener Winzer, die ihren schnellen Ruhm u.a. dem Mikroblogging-Dienst Twitter verdanken. Vor allem über dieses Medium verbreitet sich der Ruf der Weine wie ein Lauffeuer unter den Weinfreunden. Beim Hamburger Wein Salon im Frühjahr wurde er als “Entdeckung des Jahres“ geehrt und holte sich gleichzeitig auch die begehrte Auszeichnung des „Weisswein des Jahres“ mit seinem 2008 Ambrosia Riesling. Auf Platz drei landete och so ein junger Komet am deutschen Weinfirmament: der Weedenbornhof aus dem rheinhessischen Monzernheim mit seinem Terra Rossa Sauvignon.


    Die drei Spitzenreiter demonstrieren nicht nur die hohe Qualität, die diese Sorte mittelerweile in deutschen Weinbergen und –kellern erreicht, sondern zugleich auch eine erfreuliche stilistische Vielfalt. Der Sieger ein einerseits opulenter und reicher Wein mit tropischen Fruchtcharakteren aber trotz des hohen Alkohols durch das sehr lange Lager auf der Feinhefe auch elegant und geschliffen. Dazu stark vom Quarzitboden geprägt. Dann der frische, saftige und duftige Pfälzer vom Aloisiushof, sehr sortentypisch mit reifer Stachelbeere und Zitrusnoten. Auch dieser Wein – die zweite Füllung - mit einem sehr langen Hefelager und dezent in seiner Aromatik . Und dann auf dem dritten Platz der mineralischste, erdigste der drei Weine Terra Rossa vom Weedenbornhof. Ein kompakter wuchtiger Wein, noch sehr verschlossen, fast unzugänglich mit komplexer Struktur, der es den Juroren in reiner solchen Verkostung nicht leicht macht zu erkennen, was sie da im Glas haben.

    Zwischen diesen drei Typizitäten spielt sich ein breites Spektrum von Handschriften und Interpretationen des Themas Sauvignon blanc in Deutschland ab. Eines scheint mir dabei ganz besonders bemerkenswert zu sein: kaum ein Wein war darunter, den man hätte als „aromatisch laut“ beschreiben können. Weine vom grellen und plakativen Neuseeland-Typus fehlten praktisch völlig. Die Cassisnoten bleiben dezent und die Paprikatöne reif und warm, die Stachelbeeraromen spielen sich eher im Bereich der gelben Früchte ab und gelegentlich zeigen sich auch die charakteristischen Brennnessel- und Feuersteintöne, vor allem aber oft und viel reife, reiche tropische Früchte.

    Interessant ist auch die Spanne der Preise und erzeugten Mengen der Weine. Die reichte von 5,95 Euro und 52.000 Faschen beim Bannstein des Pfannenweiler Weinhauses in Baden (Platz 16) bis zu 17,70 Euro für den bereits ausverkauften Sauvignon *** von Aldinger in Württemberg (Platz 10). Der Sieger liegt mit 12,50 Euro etwas oberhalb des Mitte aber auch mit einer der geringsten Mengen (1.200 Flaschen). Nur vom Zweitplatzierten (1.000 Flaschen) gibt es noch weniger. Beide Weine sind aber noch zu haben, da sie erst sehr spät im Juni veröffentlich wurden.

    Hier meine persönlichen Notizen der Finalweine:

    Platz 1

    2009 Sauvignon blanc
    Weingut Fred Prinz, Hallgarten, Rheingau

    1.200 Flaschen, 14 % Vol. Alkohol,
    Schraubverschluss. Preis: 12,50 Euro


    Ein einerseits opulenter und reicher Wein mit dem Duft reifer gelber Stachelbeeren und tropischen Fruchtcharakteren. Trotz des hohen Alkohols (14 % vol) ist er durch das sehr lange Lager auf der Feinhefe auch elegant und geschliffen, ganz typisch für den Stil von Fred Prinz, den wir von seinen Rieslingen her kennen. Sehr komplex in seiner Anlage mit einer schönen, fast cremigen Süsse von reifer Traubenfrucht, dazu mineralisch stark vom Quarzitboden geprägt und etwas schokoladig (fast wie ein Rotwein) im Abgang. 17,6/20

    Platz 2

    2009 Element Sauvignon blanc
    Wein- und Sekthaus Aloisiushof, St. Martin, Pfalz
    1.000 Flaschen, 12 % Vol. Alkohol, Glasverschluss, Preis: 7,20 Euro

    Ein frischer saftiger und duftiger Wein, sehr sortentypisch mit reifer Stachelbeere und Zitrusnoten, der mit knapp 12 % vol zeigt, dass es auch ohne hohen Alkoholgehalt geht. Auch dieser Wein – die zweite Füllung – lag sehr lange auf der Feinhefe. Dadurch bleibt er recht reduktiv und bei aller Deutlichkeit der Aromen dezent in seiner Art . 17,5/20

    Platz 3

    2009 Sauvignon blanc Terra Rossa
    Weingut Weedenbornhof, Monzernheim, Rheinhessen
    1.500 Flaschen, 13 % Vol. Alkohol, Naturkork. Preis: 10,80 Euro

    Dies war der mineralischste und erdigste Wein der Final-Verkostung. Ein kompakter, wuchtiger Wein, noch sehr verschlossen, fast unzugänglich mit komplexer Struktur, der es den Juroren in reiner solchen Verkostung nicht leicht macht zu erkennen, was sie da im Glas haben. Er ist in erster Linie geprägt vom roten Kalkboden in einem kleinen Teil der Lage Steingrube in Westhofen, der vor 1971 „Roterde“ hiess. Erst nach einiger zeit im Glas zeigt sich auch eine intensive , aber reife Stachelbeerfrucht. (17,4/20

    Platz 4

    2009 Meerspinne Sauvignon blanc
    Weingut Weik, Neustadt/Weinstrasse, Pfalz
    3.000 Flaschen. 12,5 % Vol. Alkohol, Schraubverschluss. Preis: 9,20 Euro

    In seiner Vorrunde, in der ausschliesslich Pfälzer Sauvignons verkostet wurden, hatte dieser Wein noch die Nase vorn. Jetzt im Finale musst er sich dem Sauvignon des Aloisiushof knapp geshclagen geben. In der Nase zeigt er vor allem tropische Fruchtcharaktere wie Ananas, aber auch reife Grapefruit eine durchaus typische Art für viele Pfälzer und Württemberger Weine aus dieser Sorte. Auch dieser wein zeigte Mineralität, wenn auch verhaltener. Im Abgang leicht lakritzig mit einem Bitterschwänzchen 17,3/20

    Platz 5

    2009 Sauvignon blanc „Fränkische Klassik“
    Weingut Felshof, Sommerhausen, Franken
    1.050 Flaschen, 13,1 % Vol. Alkohol, Glasverschluss. Preis: 12 Euro

    Der beste fränkische Sauvignon dieses Jahrgangs. Ein eher verhaltener Wein mit feiner Würzte in der Nase. Am Gaumen aber saftig mit schönen Grapefruitnoten, ein Wein der eher schlank wirkt und elegant, sehr fein. 17,25/20

    Platz 6

    2009 Astrum ***
    Weingut Zimmerle, Korb, Württemberg
    1.200 Flaschen, 13,5 % Vol. Alkohol. Naturkork. Preis 11,90 Euro

    Nase mit einer satten . reifen Sortenfrucht, aber auch mineralischer Würze. Am Gaumen die von Zimmerle gewohnte opulente, reiche Art mit komplexer, tropischer Frucht, weich elegant mit einem gut eingebunden Alkohol. 17,2/20

    Platz 7

    2009 Sauvignon blanc
    Karl - Heinz Johner, Vogtsburg-Bischoffingen, Baden
    2.500 Flaschen, 13,5 % vol. Alkohol, Schraubverschluss. Preis: 16 Euro

    In jeder Hinsicht ein Klassiker. In der Nase zwar sehr verhalten, nicht laut, aber mit der klaren Stachelbeeraromatik und mit jenem zarten grünen touch, der sich auch als Würze interpretieren lässt und für den speziellen Charme dieser Sorte sorgt. Am Gaumen eine rassige Säure bei gehaltvollem Volumen, saftig und reich. 17,2

    Platz 8

    2009 Sauvignon blanc
    Weingut Braunewell, Essenheim, Rheinhessen
    1.680 Flaschen, 12,6 % Vol. Alkohol. Schraubverschluss. Preis: 6 Euro

    Die Reben für diesen Wein stehen auf Kalkmergel- bzw. Tonmergel-Böden und dies kommt in der Nase mit einer kalkig-kreidigen Mineralität sehr expressiv zum Ausdruck. Am Gaumen überwiegt die klassische Brennesselaromatik. Ein eher schlanker, fein strukturierter Wein. Sehr klar und sehr charakteristisch. 17,1/20

    2009 Steinbuckel Sauvignon blanc 17,1
    Weingut Lichti, Laumersheim, Pfalz
    2.078 Flaschen, 13,2 % Vol. Alkohol. Glasverschluss. Preis: 5,90 Euro

    In der Nase ein eher würziger als fruchtiger Vertreter dieser Sorte mit einem zarter Bisquitton. Am Gaumen weich und cremig mit heller Frucht, opulent und dicht wie es dem Löss-Lehm entspricht, auf dem eher gewachsenn ist. 17,1/20

    Platz 10

    2009 Sauvignon blanc ***
    Weingut G. Aldinger, Fellbach, Württemberg
    7.000 Flaschen, 13 % Vol. Alkohol, Naturkork. Preis: 17,70 Euro

    In der Nase eine sehr sortentypische Frucht, etwa süss-sauer, Kräuternuancen, Brennnessel. Am Gaumen saftig, schöne Säure und feine Süsse, langer Abgang. 17,1


    Mehr hierzu...
  • 09.08.2010 - Facebook als mediales Schlachtfeld
    Wenn am 15. September die erste deutsche Ausgabe des österreichischen Wein- und Genuss-Magazins „Falstaff“ mit einer Auflage von 40.000 Exemplaren erscheint, wird die Schlacht nicht allein am Kiosk geschlagen, sondern auch in den social networks. Rechtzeitig hat sich das Magazin vor allem auf Facebook in Stellung gebracht und rangiert derzeit hinter „Essen und Trinken“ auf Platz zwei, weit vor den potentiellen Konkurrenten „Vinum“ und „Weinwelt“.

    Wein- und Genuss-Magazine auf Facebook
    Essen und Trinken (D): 2.885 friends/fans
    Falstaff (Ö): 2.518 friends/fans
    Effilee (D): 2.043 friends/fans
    Beef (D): 2.027 friends/fans
    Sommelier Magazin (D): 861 friends/fans
    Vinaria (Ö): 837 friends/fans
    Vinum (CH/D): 679 friends/fans
    Weinwelt (D): 480 friends/fans
    Genuss-Magazin & wein.pur (Ö): 187 friends/fans
    Marmite (CH): 148 friends/fans
    Das Magazin, dem die Hauptstossrichtung des Falstaff-Angriffs gilt, der in Hamburg erscheinenden „Feinschmecker“ findet auf Facebook nur über den Link einer Abo-Sammel-Maschine statt. Eine eigene Seite gibt es nicht. Beim Jahreszeiten Verlag hat man diese Entwicklung schlicht verschlafen. Die Website ist ein Shop aus der Internetsteinzeit. Die redaktionellen Seiten beschränken sich auf Inhaltsverzeichnisse, der jeweiligen Ausgaben.


    Ganz anders beim „Falstaff“: die Facebook-Seite Falstaff-Magazin dient als Newsverteiler und Kommunikationsplattform für die neu gestaltete interaktive Homepage Falstaff.at. Noch wird die Domäne Falstaff.de auf diese Seite umgelenkt, doch mit Erscheinen des ersten Heftes wird auch eine eigenständige deutsche Seite freigeschaltet. Neben dieser Fans-Seite kommunizieren aber auch Peter Moser, einer der beiden Print-Chefredakteure, und Online-Chef Bernhard Degen erfolgreich vi a Facebook und Twitter. Auch wird es eine intensive Vernetzung mit anderen Online-Seiten geben. Ab der kommenden Woche werden z.B. die Ergebnisse der Regionalverkostungen des Deutschen Spätburgunderpreises in einer zehnwöchigen Serie jeweils gleichzeitig im Drink Tank, weinreporter´s Posterous und auf Falstaff.at veröffentlicht und via Facebook, Twitter, identi.ca und friendfeed nach draussen kommuniziert. Das Finale der TOP 50 Weine des Wettbewerbs wird dann im November gleichzeitig in Print und Online publiziert – eine bislang in dieser Form einmalige Zusammenarbeit zwischen Print und Online in Sachen Wein. Weiter...
  • 04.08.2010 - Sonne und Fussball sorgten für mehr Durst
    Die Kombination von hochsommerlichem Wetter, dem guten Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM und positiven Zahlen vom Arbeitsmarkt hat den Lebensmittel-Umsätzen im Juni einen kräftigen Schub gegeben. Laut der jüngsten Konsumklimastudie der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), stiegen die Bier- und Sekt-Umsätze des Handels im Vergleich zum Vorjahresmonat um zwölf bzw. 15 Prozent an. Weil für viele Deutsche zum perfekten Sport-Genuss auch der richtige Snack gehört, griffen sie auch hier verstärkt zu. Die Umsätze mit Knabber-Gebäck und Chips zogen im selben Zeitraum um elf bzw. 26 Prozent an. Die Menschen glaubten wieder verstärkt an eine Erholung der Wirtschaft und hätten weniger Angst um ihren Job, berichteten die Nürnberger Marktforscher. Das wirke sich positiv auf die eigene Einkommenserwartung aus. Lediglich die so genannte Kauflaune habe sich nach einer WM-Sonderkonjunktur in einzelnen Branchen wieder etwas abgekühlt. Für August rechnen die GfK-Forscher mit einem weiteren Anstieg des Konsumklima-Indexes von 3,6 auf 3,9 Zähler.

    Mehr hierzu...
  • 02.08.2010 - Die besten deutschen Sauvignon blancs
    In der kommenden Woche treten bei der Sauvignon blanc Trophy 2010 in Hamburg 20 Weine um die Krone des besten Sauvignon blancs des Jahrgangs 2009 an. Sie waren zuvor in sechs regionalen Vorrunden aus insgesamt 125 angemeldeten Weinen von der Jury nach folgendem Schüssel ermittelt worden: die sechs Regionalsieger (Baden, Franken, Pfalz, Rheingau, Rheinhessen und Württemberg) unabhängig von ihrer Punktzahl sowie alle Weine, die ein Votum von mindestens 17/20 erreichten sowie einige Weine, die an dieser Hürde nur knapp scheiterten, aber auf Grund des Minderheitsvotums einzelner Juroren, die diese Weine deutlich über den Wertungen ihrer Kollegen sahen und darum baten, diese Weine nochmals im Finale verkosten zu wollen. Über diese Vorrunden gibt es ein chronologisches Tagebuch in Weinreporter´s Posterous-Blog mit dem Tag „Sauvignon blanc“. Die Platzierungen und Bewertungen aller in den Vorrunden verkosteten Weine finden Sie auf der Website des Wettbewerbs auf best-of-wine.com.

    Unabhängig davon welcher dieser 20 Weine und welcher Erzeuger letztendlich die Nase vorn haben wird, steht ein Siegers des Wettbewerbs schon jetzt fest. Es ist die Sorte selbst. 2009 scheint mir in Deutschland ein hervorragender Sauvignon-Jahrgang und vielleicht der Jahrgang mit dem sich diese Sorte knapp zehn Jahren nach dem Beginn ihrer Renaissance in den deutschen Weinbergen und ihrer offiziellen Anerkennung sich endgültig als Qualitätsfaktor durchsetzen am Markt etablieren wird. Die Jurorin Elisabeth Füngers, Sommelière und Mitinhaberin des Hamburger Restaurants Nil brachte es auf den Punkt: „Diese Weine werden dem Riesling in der der Publikumsgunst ganz gehörig Konkurrenz machen.“ Das Niveau des gesamten Wettbewerbs über alle Regionen hinweg war nach Ansicht aller Juroren höher als in den früheren Jahren. Echte Ausfälle gab es keine und an der Spitze reichen die Weine absolut an internationale Top-Qualitäten heran. Erfreulich ist zum einen die stilistische Vielfalt der Weine und zum anderen die Tatsache, dass die überwiegende Mehrzahl der Erzeuger ihre Weine nicht am „grünen“ Übersee-Mainstream ausrichtet, sondern nach reifer Frucht, dezenter Aromatik und mineralischem Ausdruck strebt.

    Die 20 Finalisten Sauvignon blanc Trophy 2010

    BADEN
    2009 Sauvignon blanc 17,7/20
    Karl - Heinz Johner, Vogtsburg-Bischoffingen

    2009 Sauvignon blanc et gris 17,3/20
    Schloss Ortenberg, Ortenberg

    2009 Bannstein Sauvignon blanc 17,1/20
    Pfaffenweiler Weinhaus, Pfaffenweiler

    2009 Sauvignon blanc 17/20
    Schloss Ortenberg, Ortenberg

    2009 Sauvignon blanc "R" 16,8/20
    Weingut Fritz Waßmer, Bad Krozingen

    2009 Sängerhalde Sauvignon blanc 16,8/20
    Weingut Aufricht, Stetten

    FRANKEN

    2009 Sauvignon blanc „Fränkische Klassik“ 17/20
    Weingut Felshof, Sommerhausen

    PFALZ

    2009 Meerspinne Sauvignon blanc 17,8/20
    Weingut Weik, Neustadt/Weinstrasse

    2009 Element Sauvignon blanc 17,5/20
    Wein- und Sekthaus Aloisiushof, St. Martin

    2009 Sauvignon blanc 17,4/20
    Weingut Bernhart, Schweigen

    2009 Sauvignon blanc 17,2/20
    Weingut Corbet, Neustadt-Diedesfeld

    2009 Le Sauvage Sauvignon blanc 17,1/20
    Weingut Gehrig, Weisenheim am Sand

    2009 Steinbuckel Sauvignon blanc 17/20/20
    Weingut Lichti, Laumersheim

    RHEINGAU

    2009 Sauvignon blanc 16,5/20
    Weingut Fred Prinz, Hallgarten

    RHEINHESSEN

    2009 Sauvignon blanc „CS“ 17,3/20
    Weedenbornhof, Monzernheim

    2009 SauvIgnon blanc 17/20
    Weingut Braunewell, Essenheim

    2009 Zechberg Sauvignon blanc Spätlese trocken 16,9/20
    Weingut Hornbergerhof, Framersheim

    2009 Sauvignon blanc Terra Rossa 16,8/20
    Weingut Weedenbornhof, Monzernheim

    WÜRTTEMBERG

    2009 Sauvignon blanc *** 17/20
    Weingut G. Aldinger, Fellbach

    2009 Astrum *** 16,8/20
    Weingut Zimmerle, Korb
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